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Die AWO – Ein Unternehmen mit Herz

Die Arbeiterwohlfahrt ist ein gesellschaftspolitisch aktiver Verband – als Mitgliederorganisation und als Dienstleistungsunternehmen. Ihre in der Arbeiterbewegung verankerten Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit, Toleranz und Solidarität verkörpern die Geschichte und das sozialethische Fundament der Arbeiterwohlfahrt. Mit ihren gemeinsamen Grundwerten, sozialpolitischen Vorstellungen und ihren unterschiedlichen Zielsetzungen und Aufgaben bewegt sie sich in einem Spannungsfeld: Sie vereint Mitgliedschaft und ehrenamtliche Tätigkeit aus bürgerschaftlicher Verantwortung sowie auch von wirtschaftlicher Zielsetzung geprägtes professionelles Handeln. Die AWO wurde 1919 als Selbsthilfeorganisation „Arbeiterwohlfahrt“ gegründet und entwickelte zunächst Wärmestuben, Nähstuben und Suppenküchen, später auch Kindereinrichtungen und Erholungsheime.

Die AWO heute

Heute ist die AWO ein moderner, leistungsstarker Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege. Sie arbeitet parteiunabhängig und ist für alle da. Die AWO ist die Praktikerin der Sozialpolitik und will besonders jenen helfen, die benachteiligt sind. Im Vordergrund allen Handelns steht der Mensch mit seinen individuellen Fähigkeiten. Als ein traditioneller Träger von stationären Einrichtungen der Altenhilfe ist die AWO sich ihrer Verpflichtung bewusst, eine Gewähr für fortschrittliche und fachlich hochwertige Arbeit zu leisten.

Als Mitgliederverband ist sie demokratisch und förderativ aufgebaut und reagiert unmittelbar auf gesellschaftliche Veränderungen und Problemstellungen.

Aus der Mitgliederorganisation heraus hat sich die Arbeiterwohlfahrt zu einem bedeutenden nationalen Dienstleistungsunternehmen entwickelt. Dadurch ist sie zu einer gesellschaftlich anerkannten Institution des Sozialstaates geworden. Organisation und Kontrolle werden von den verbandlich legitimierten Gremien festgelegt und wahrgenommen.

Wirtschaftliches Handeln in der Arbeiterwohlfahrt orientiert sich an den Grundwerten des Verbandes. Ökonomisches Handeln ist für uns eine notwendige aber nicht hinreichende Bedingung. Die Arbeiterwohlfahrt arbeitet grundsätzlich auf der Grundlage betriebswirtschaftlicher Überlegungen, bewertet ihren Erfolg aber nicht allein an Zahlen bzw. Betriebsergebnissen. Wir messen unsere Leistung insbesondere auch an dem schwer quanitfizierbaren dennoch erlebbaren Nutzen, den wir für diejenigen Menschen schaffen, die uns anvertraut werden. Betriebswirtschaftliche Erfordernisse und soziale Mitverantwortung für die Lebenslage des Einzelnen und für das Gemeinwesen sind für uns gleichwertige Ziele.

Mit unseren sozialen Dienstleistungen stehen wir im Wettbewerb. Wir verstehen dies als Chance, die Wirtschaftlichkeit und die Qualität unserer Arbeit im Interesse der Menschen, die wir betreuen, ständig zu überprüfen, zu verbessern und weiterzuentwickeln.

Unser Ziel ist es, denjenigen, die unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, ein zuverlässiger und leistungsorientierter Partner zu sein.

Kurze Geschichte der AWO

1919 – Die sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Marie Juchacz gründet in Berlin die Arbeiterwohlfahrt. Ziel: Sozialpolitische Interessenvertretung der Arbeiterschaft. Alternative zu den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden.

20er Jahre – Zahlreiche lokale Gruppen in allen Teilen Deutschlands. Sie organisieren Nähstuben, Volksküchen, Werkstätten, Beratungsstellen oder Ferienverschickungen und Stadtranderholungen für Kinder. Verarmte, Invaliden oder Kranke werden in Haushalten der Nachbarschaft untergebracht. Die Aktionen werden fast komplett aus Spenden finanziert. Neben der konkreten Nachbarschaftshilfe spielt die Sozialpolitik eine wichtige Rolle. AWO-Mitglieder arbeiten in den Wohlfahrtsausschüssen von Städten und Gemeinden, als Jugendschöffen, in Sozialrentnerausschüssen oder in den örtlichen Waisenräten.

1931 – Die Arbeiterwohlfahrt hat 135.000 Mitglieder, Helferinnen und Helfer. In Thüringen gibt es 81 Ortsausschüsse, neue Aufgaben sind hinzugekommen, z. B. Gefängnisfürsorge, Schulhorte, Hauskrankenpflege, Trinkerfürsorge oder die Beaufsichtigung und Ausbildung arbeitsloser Jugendlicher.

Anfang der 30er Jahre – Die Arbeiterwohlfahrt protestiert gegen die Nazis. Mit der Machtergreifung Hitlers droht Verbot und Enteignung. Der AWO-Hauptausschuss beschließt die Umwandlung in eine unpolitische (von der SPD unabhängigen) Organisation.

1933 – Trotzdem werden die AWO-Ausschüsse von den Nazis als staatsfeindliche Organisationen verboten und zugunsten der NS-Volkswohlfahrt enteignet.

1945 – Ehemalige Mitglieder bilden Arbeitsgruppen. Die Arbeiterwohlfahrt wird aber nur in den drei westlichen Besatzungszonen zugelassen.

In der Bundesrepublik entwickelt sich die AWO zu einem der fünf großen Verbände der Freien Wohlfahrtspflege. Das Aufgabenspektrum umfasst alle Bereiche der sozialen Arbeit.

AWO Bezirksverbände

Braunschweig
Peterskamp 21
38108 Braunschweig
Web: www.awo-bs.de

Hannover
Körtingsdorfer Weg 8
30455 Hannover
Web: www.awo-bv-hannover.de

AWO Krankenhausbetriebs- gesellschaft mbH

Klausenerstraße 17
39112 Magdeburg
Web: www.awo-khbg.de

AWO Bundesverband

AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverband e.V.
Heinrich-Albertz-Haus
Blücherstr. 62/63
10961 Berlin
Web: www.awo.org

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