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Schlafstörungen

Schlafstörungen sind Abweichungen vom gesunden Schlafverhalten und werden nach der internationalen Klassifikation für Schlafstörungen (ICSD-2) folgendermaßen unterteilt:

  • Insomnien
  • Schlafbezogene Atmungsstörungen
  • Hypersymnonien zentralnervösen Ursprungs
  • Zirkadiane Schlafstörungen
  • Parasomnien
  • Schlafbezogene Bewegungsstörungen

Hierbei handelt es sich um Schwierigkeiten beim Einschlafen und Störungen des Durchschlafens bzw. vorzeitiges Erwachen, Atemstillstände im Schlaf, meist mit Schnarchen verbunden, Schlafstörungen bei Schichtarbeit oder dem sogenannten Jetlag, Schlafwandeln, Albträume, nächtliches Aufschrecken oder Zähneknirschen sowie das Restless-legs-Syndrom (Syndrom der unruhigen Beine).

Schlafstörungen lassen sich ganz allgemein in nicht organisch und organisch bedingt einteilen. Zu den nicht organischen Ursachen zählen psychogene Faktoren wie Angst, Stress, Konflikte und psychische Krankheiten wie z. B. Depressionen. Ferner zählt dazu eine schlechte Wohnqualität, z. B. auch durch Lärm sowie eine Beeinträchtigung des Hell-Dunkel-Rhythmus, z. B. durch Schichtarbeit oder Fliegen über mehrere Zeitzonen. Weiterhin haben aber auch Medikamente und Drogen (Koffein, Alkohol, Schlafmittel, Aufputschmittel, durchblutungsfördernde Mittel, Asthmamittel ...) häufig einen ungünstigen Einfluss auf den Schlaf.

Zu den organischen Ursachen zählen das ADHS, akute oder chronische Schmerzen, die Hyperthyreose, Erkrankungen der inneren Organe, das Schlafapnoe-Syndrom, die Narkolepsie, die fatale familiäre Insomnie sowie wahrscheinlich auch genetische Ursachen, welche bestimmen, ob wir Früh- oder Spätaufsteher sind.

Zur medikamentösen Behandlung von Schlafstörungen stehen zur Verfügung Beruhigungs- und Schlafmittel sowie Antidepressiva und Neuroleptika. Daneben wirken aber auch pflanzliche Arzneimittel wie Kamille, Hopfen, Lavendel, Passionsblume oder Baldrian.

Weiterhin stehen zur Behandlung nicht organischer Schlafstörungen entspannende Rituale sowie warme Bäder mit ätherischen Ölen, Massagen und Beruhigungstees zur Verfügung.

Die Diagnose von Schlafstörungen erfolgt über die Anamnese und ein sogenanntes Schlaftagebuch auf der einen Seite sowie über eine Polysomnographie, das heißt eine gleichzeitige Messung von Hirnströmen und weiteren Körperfunktionen andererseits.

Medizinisches Glossar

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