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Soforthilfe für Opfer von Gewalttaten

Jeder Mensch kann Opfer einer Gewalttat werden. Opfer von Gewalttaten haben in vielen Fällen ein psychisches Trauma, also eine Verletzung der Seele erlitten.

Gewaltopfer und ihre Angehörigen brauchen besondere Unterstützung. In fast allen Fällen, in denen Menschen Opfer von Verbrechen werden, steht direkt nach der Gewalttat die Verarbeitung der seelischen Belastungen im Vordergrund.

Dafür steht das AWO Psychiatriezentrum mit einem Angebot der Soforthilfe zur Verfügung.

Das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie unterhält in Kooperation mit dem AWO Psychiatriezentrum ein fachärztliches und fachpsychologisches Netzwerk. Ziel des Trauma- Netzwerkes ist es, dass den Betroffenen in speziellen Stützpunkten in Zusammenarbeit mit den psychiatrischen und kinder- und jugendpsychiatrischen Kliniken, Fachabteilungen und ggf. spezialisierten Fachärzten und Fachpsychologen in allen Regionen Niedersachsens eine fachkompetente therapeutische Soforthilfe zur Behandlung ihres Traumas angeboten werden kann.

Wer in Deutschland durch eine Gewalttat einen gesundheitlichen Schaden erlitten hat, kann nach dem Gesetz über die Entschädigung für Opfer von Gewalttaten (OEG) Versorgungsleistungen erhalten. Leistungen nach diesem Gesetz können Menschen erhalten, die einer vorsätzlichen Körperverletzung ausgesetzt waren, die Opfer einer Vergewaltigung oder des sexuellen Missbrauchs (auch von Kindern) geworden sind, Menschen, die Schäden durch Vergiftung oder Brandstiftung erlitten haben, aber auch Hinterbliebene von Tötungsopfern. Solche Leistungen können nur nach Antrag gewährt werden. Das Problem allerdings ist, das Leistungen nach dem  Opferentschädigungsgesetz eine längere Bearbeitungsdauer haben, Betroffene aber auf sofortige Unterstützung angewiesen sind. Mit dem Trauma Netzwerk wurde eine Möglichkeit geschaffen, Opfern schnelle und unbürokratische Hilfen anzubieten. Das Netzwerk bietet Stützpunkte in verschiedenen Einrichtungen, in denen Beratung und Soforthilfe möglich ist, in denen aber auch die Gutachtenerstellung für weitere Maßnahmen, wie medizinische, berufliche und soziale Rehabilitation, vorbereitet und begleitet werden.

Für eine schnelle Soforthilfe und Beratung können Sie Sich an das AWO Psychiatriezentrum, Vor dem Kaiserdom 10, 38154 Königslutter unter der Telefonnummer 05353/ 90-2000 wenden.

Sie erhalten einen Beratungstermin innerhalb weniger Tage. Zudem gibt es Opferhilfebüros in folgenden Städten: Aurich, Braunschweig, Bückeburg, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Lüneburg, Oldenburg, Osnabrück, Stade und Verden. Das Büro in Ihrer Nähe finden Sie unter www.opferhilfe.niedersachsen.de

 

Flyer Opferhilfe

Hier finden Sie den Flyer Hilfe für Opfer von Gewalttaten.