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Qualifizierter Entzug

Unter Alkoholentzug versteht man den Verzicht auf Alkohol bei bestehendem Alkoholismus. Der Alkoholentzug stellt für Patienten eine sehr schwere Phase dar, denn während des Alkoholentzugs treten Entzugserscheinungen auf. Diese Entzugserscheinungen treten in der Regel umso stärker auf, je länger der Alkoholismus bestand. Unbehandelt können Entzugserscheinungen lebensbedrohlich sein, daher sollte der Alkoholentzug stets unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Er wird in der Regel unter stationärer Behandlung in Fachkliniken, so auch im AWO Psychiatriezentrum Königslutter durchgeführt - als so genannte "qualifizierte Entzugsbehandlung".

Bei der qualifizierten Entzugsbehandlung geht es neben dem körperlichen Entzug auch darum, die Erkrankung mit psychologisch-psychotherapeutischen Methoden zu behandeln. Im AWO Psychiatriezentrum Königslutter werden Patienten durch ein interdisziplinäres Team medizinisch, psychotherapeutisch und pflegerisch betreut.

Alkoholabhängige Menschen müssen lernen, ihr Leben ohne Alkohol zu gestalten. Daher ist es ein wesentliches Ziel der Entzugsbehandlung, die Veränderungsbereitschaft zu stärken und langfristig aufrechtzuerhalten. So können durch Motivation zur Teilnahme an weiterführenden Hilfen wie einer Entwöhnungsbehandlung ("Langzeittherapie"), einer Anbindung an lokale Suchtberatungsstellen oder einer regelmäßigen suchtmedizinischen Mitbetreuung Rückfälle reduziert oder verhindert werden.

Nach der akuten körperlichen Entgiftung aus den Stationen 41 oder 42 schließt sich der qualifizierte Entzug auf der Station 06 an. Welche Möglichkeiten sich auf den Stationen im Einzelnen bieten können Sie im Flyer der Abteilung für Suchterkrankungen nachlesen, den Sie hier im Download herunterladen können.