Schrift vergrößern Schrift Normal Schrift verkleiner

Spezialangebote

Das AWO Psychiatriezentrum bietet das gesamte Spektrum psychiatrischer Behandlung in den Kliniken des Hauses an. Darüber hinaus bieten wir einige Spezialangebote, die wir im Folgenden näher erläutern. Wenn Sie ausführlichere Informationen benötigen oder Fragen haben, sprechen Sie uns einfach an.

Traumatherapie

Ein traumatisches Erlebnis (bedingt durch seelische oder körperliche Verletzungen, z. B. im Rahmen von Unfällen, schweren Operationen oder Gewalterfahrungen) ist ein seelischer Schock, mit dem es vielen Menschen nur schwer gelingt, alleine fertig zu werden. Nach einem traumatischen Erlebnis haben fast alle Menschen ausgeprägt qualvolle Gefühle, Gedanken und körperliche Empfindungen. Es kann unterschiedlich lange dauern, bis diese Zustände abklingen. Manche Menschen brauchen dafür professionelle Hilfe. Es gibt heute verschiedene Therapieverfahren, mit denen psychische Traumafolgen wirksam behandelt werden können.

Mit einem speziellen Angebot im AWO Psychiatriezentrum können wir:   

  • Sie über Verlauf und Prognose akuter Belastungsreaktionen und posttraumatischer Folgeerkrankungen beraten
  • Ihnen im Rahmen einer Kriseninterventionsbehandlung helfen, sich besser zu stabilisieren
  • Sie bei gegebener Indikation zu einer gezielten stationären Traumatherapie aufnehmen

Weitere Informationen geben wir Ihnen gern telefonisch. Ein aktueller Flyer befindet sich in Überarbeitung und wird Ihnen demnächst hier zur Verfügung stehen.

Psychose und Sucht

Patienten mit der Doppeldiagnose Psychose und Sucht sind längst keine Ausnahme mehr, sondern im klinischen Alltag eher die Regel. Man weiß inzwischen, dass das Zusammentreffen mit Sucht gravierende Folgen für den Verlauf der Psychose hat. Wenn diese beiden Diagnosen zusammentreffen, bedeutet dies eine besondere Anforderung an die Therapie. Häufig fühlen sich Patienten mit dieser Doppeldiagnose in den herkömmlichen Therapiestationen unverstanden und überfordert. Das AWO Psychiatriezentrum bietet jetzt ein zweiteiliges spezielles Therapiekonzept an, das Strategien kombiniert, die sich bei Suchtpatienten und Patienten mit Psychose bewährt haben.

Ein Flyer zu diesem Angebot befindet sich in Überarbeitung und wird Ihnen demächst hier zur Verfügung stehen.

Trauma und Sucht

Therapieprogramm "Sicherheit Finden"

Manche Menschen wurden irgendwann in ihrem Leben Opfer von Gewalt oder Missbrauch. Andere wurden Zeugen von schweren Unfällen oder extrem belastenden Situationen. Oder sie haben eine schwere Kindheit erlebt. Die Erinnerung an seelische oder körperliche Verletzungen (sog. Traumata) können das Leben nachhaltig beeinflussen.
Einige entwickeln daraus Symptome, einer Krankheit die man als posttraumatische Belastungsstörung (kurz: PTBS) bezeichnet. Albträume und lebhafte Erinnerungen können Symptome dieser Krankheit sein aber auch Depressionen, Ängste oder Selbstverletzungen.
Außerdem kann es zum Missbrauch von Alkohol, Medikamenten oder Drogen kommen. Viele Substanzen scheinen ja zunächst seelischen Schmerz zu lindern.

Nicht selten leiden Menschen mit einer PTBS auch an einer Suchterkrankung. Mit den herkömmlichen Therapieangeboten der Suchtkrankenhilfe oder der Psychotherapie sind sie aber oft überfordert.

"Sicherheit Finden" ist ein psychotherapeutisches Angebot für Patientinnen und Patienten mit posttraumatischer Belastungsstörung und Suchterkrankung.

Die Behandlung ist auf die typischen Probleme bei beiden Erkrankungen ausgerichtet.

Neben der Freiheit von Suchtmitteln ist die Verringerung von PTBS-Symptomen das Ziel der Behandlung. "Sicherheit" bedeutet dabei, wieder Kontrolle über das eigene Leben zurückzugewinnen. Konfrontationsübungen sind nicht Teil der Therapie. Mit Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie, der interpersonellen Therapie sowie Imaginationsübungen wird psychische Stabilität gefördert.

Wichtig: "Sicherheit Finden" kann keine Traumatherapie ersetzen.

Zu den Punkten:

Dialektisch Therapie
Frueherkennung
Soforthilfe Opfer