Mit dem Fahrrad auf Spendentour
Diana Brückner mit ihrem Fahrrad auf Spendentour

Mit dem Fahrrad auf Spendentour

Als Diana Brückner, Pflegefachfrau auf der Station 16, im Juni ihren 60. Geburtstag feierte, gab es zwei Wünsche, die nur sie sich selbst erfüllen konnte: „Für mich war plötzlich klar, dass ich zwei Herzenswünsche miteinander verbinden möchte: 1. zu meinem 60. Geburtstag eine Fahrradtour ganz alleine durchzuführen, ohne genaue Planung, sondern nur mit groben Zielen, aus purer Abenteuerlust und 2. endlich den Wünschewagen zu unterstützen und zwar durch diese Fahrt“, berichtet sie.
Ein Schicksalsschlag in der Familie war dann das i-Tüpfelchen, wirklich die Wünsche umzusetzen und zu starten. 

Dann ging alles ganz schnell. „Innerhalb von fünf Tagen hatte ich mir Gedanken gemacht, wie ich das Ganze organisieren kann“, erzählt Diana Brückner. „Ich habe mit dem ASB, der mit dem Projekt WÜnschewagen schwerstkranken Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen besonderen Wunsch erfüllt, Kontakt aufgenommen und alle meine Freunde und Bekannten angeschrieben.“
Es kam immer wieder die Äußerungen: „Du musst das über die sozialen Medien machen. Aber das wollte ich nicht. Ich wollte nur einen kleinen Beitrag leisten die Zeit bewust genießen und Kraft tanken.“

Gesagt, getan: Mit ihren Fahrrad absolvierte sie die Strecke von Königslutter bis nach Gütersloh – und dann wieder zurück. Insgesamt betrug die Strecke 520,2 Kilometer. Gut 520 Kilometer Zeit, Freunde daheim und Unbekannte entlang des Weges um Unterstützung zu bitten und Spenden zu sammeln für den Wünschewagen. „Das am Ende so eine Summe und so eine Anteilnahme dabei herausgekommen ist, hat mich einfach überwältigt und zutiefst berührt“, gibt sie zu. „Es war und ist mein absolutes Herzensprojekt.“ Am Ende des Weges stand 1441,39 Euro auf dem Spendenkonto.

„Ich könnte so viel über diese Tour, den Menschen denen ich begegnet bin, die Herzlichkeit, die ich erfahren durfte, die tollen Landschaften, die ich gesehen habe erzählen, aber das würde den Rahmen sprengen.“ Für sie sei die Fahrradtour eine sehr inspirierende und berührende und am Ende auch sehr erfolgreiche Fahrt gewesen. „Ich möchte diese Fahrt all den mutigen Menschen widmen, die es wagen, Wünsche wahr werden zu lassen. Den mutigen Angehörigen und Freunden, die ihre Liebsten am Ende des Lebens begleiten und ihnen und sich selbst ein Lebensgeschenk machen. Den mutigen Fahrgästen des Wünschewagens, die es wagen, sich noch einmal auf ein Abenteuer einzulassen. Den mutigen Mitarbeitern des Wünschewagen, die den Sterbenden Sicherheit und Freude schenken und ihre Freizet dafür opfern. Dem mutigen ASB, der es gewagt hat dieses Projekt auf die Beine zu stellen.“
Ihr Dank geht an alle Unterstützer ,die ihrem Aufruf zu einer Spende gefolgt sind und dadurch Wünsche am Ende des Lebens wahr werden lassen und ihr dadurch auch eine Wertschätzung entgegengebracht haben, ihrem Mann und Sohn und all ihren Familienangehörigen. „Ich danke aber auch mir selbst, dass ich den Mut gefunden habe dieses Abenteuer zu starten und auch meinem Körper, das er mich nicht im Stich gelassen hat.“

Am Ende bleibt das Resümee: Einfach mal machen, könnte gut werden. Hab Vertrauen in dich selbst und lebe deine Wünsche und Träume solange du es kannst.“
Mittlerweile wieder zu Hause angekommen, soll das aber nicht die letzte Tour für sie gewesen sein. „Es gibt noch so zwei, drei Strecken, die würde ich gerne auch noch mit dem Fahrrad fahren. Mal sehen.“ Ob sie das dann wieder mit einer Spendensammlung verbinden wird? „Möglich“, sagt sie.

Auch wenn diese Tour ihr Ende gefunden hat, für den Wünschewagen kann weiter gespendet werden: ASB Wünschewagen, Verwendungszweck: Fahrradtour Diana Brückner, DE32 2505 0180 0910 5662 67, Sparkasse Hannover

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