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Ängste und Zwänge

Angststörungen

Angst ist ein Gefühl, dass eigentlich alle Menschen kennen. Evolutionsgeschichtlich gesehen ist es ein sehr altes Gefühl, dass unser Überleben sichert, weil es uns hilft, gefährliche Situationen einzuschätzen und zu bewältigen. In Prüfungssituationen oder auch beim Autofahren kann ein gewisses Maß an Angst unsere Aufmerksamkeit erhöhen.
Manchmal allerdings tritt die Angst in Situationen so intensiv oder so häufig auf und stellt damit einen derart unangenehmen Gefühlszustand dar, dass in der Folge diese und andere vermeintlich gefährliche Situationen vermieden werden. Es kann sich dabei um die Angst vor Höhen, vor Tieren, vor Blut, um Flugangst aber auch um Angst vor Menschenmengen oder um Angst vor Kontakt zu anderen überhaupt handeln. Irgendwann löst vielleicht schon der Gedanke an eine dieser Situationen starke Ängste aus, der Handlungsspielraum engt sich immer mehr ein, um eine Wiederholung dieses als bedrohlich erlebten Zustandes nicht erneut zu durchleben. Die Angst bestimmt somit zunehmend die Ausgestaltung des Alltages.

Zwangsstörungen

Von einer Zwangsstörung wird gesprochen, wenn bei Betroffenen wiederholt Zwangsverhalten oder Zwangsgedanken auftreten. Dabei ist der Gedanke „Habe ich den Herd ausgeschaltet?“ oder die Handlung den Herd zu kontrollieren, die an sich jeder kennt, übersteigert vorhanden, verursacht subjektiv Leid, ist zeitraubend (mehr als 1 Stunde pro Tag) und beeinträchtigt den normalen Tagesablauf, die berufliche Leistung und/oder soziale Aktivitäten.
Eine Zwangsstörung kann vorwiegend aus Zwangsgedanken oder -handlungen bestehen oder sie kann gemischt mit Zwangsgedanken und -handlungen auftreten.

Zwangsgedanken kreisen häufig um Ordnung oder korrekte Ausführung von Tätigkeiten (ist das Bügeleisen oder der Herd zu Hause ausgeschaltet). Sie können auch gekennzeichnet sein durch Sorgen um die eigene Gesundheit, Beschäftigung mit Tod oder Unheil für sich oder andere. Inhalte dieser Gedanken können auch aggressiver, religiöser oder sexueller Natur sein, werden meistens als quälend erlebt und lösen starke Ängste aus. Häufig wird erfolglos versucht, Widerstand zu leisten.

Bei Zwangshandlungen handelt es sich in der Regel um Verhaltensweisen wie Waschen, Reinigen, Kontrollieren, Ordnen und Sammeln. Sie dienen als Prävention gegen ein Unheil, das Ihnen oder anderen zustoßen könnte. Das Verhalten wird zur Verringerung von Angstgefühlen eingesetzt, hilft jedoch langfristig nicht.

Medizinisches Glossar

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